Geboren 10. August 1955 in Wien.
1965 bis 1969 Mitglied der Wiener Sängerknaben. Weltweite Tourneen, 1967 mitwirkend als Sopran I in Johann Sebastian Bach, Messe in h-moll, unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt und Hans Gillesberger. Bei seiner letzten Tournee 1969 in Japan entdeckte Simak die Lust am Fotografieren.
1969 bis 1973 Trompeten-Studium bei Helmut Wobisch an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (heute mdw).
In den frühen 1980er-Jahren als Trompeter in New Wave Formationen tätig: in der Wiener Band Standart Oil (LP „Nagasaki“, 1982), Gastmusiker bei Chuzpe, Der Wilde Pinguin, Die Fidelen Synkopen, Ikebong Plaisir und Alexander Czjzek.
Tätig als DJ in Clubs in Wien (U4 und Ring).
Die Musik, die wahre Königin der Künste, von Miles Davis, Prince, Stevie Wonder, Aretha Franklin, George Clinton, Gustav Mahler, John Coltrane und Johann Sebastian Bach war immer Energiequelle für die Kunst und das Leben.
Fritz Simak betreibt das japanische Bogenschießen Kyudo (2. Dan) als erster Schüler von Diethard Leopold (6. Dan, Träger des Ehrentitels Kyoshi) in Österreich.
1971 erste eigene Kleinbild- Spiegelreflexkamera Pentax Spotmatic II als Geburtstagsgeschenk der Eltern Maria und Fritz Simak.
Entscheidende Anregungen durch die Wiener Galerie Die Brücke, 1970 gegründet von Anna Auer und Werner Mraz. Sie zeigte als erste kommerzielle Galerie am europäischen Kontinent Ausstellungen mit Werken bedeutender internationaler Fotografen und prägte nicht nur den Fotografen, sondern auch den Sammler Fritz Simak, der hier seine ersten Fotos von Franco Fontana und Arnulf Rainer erstand. Wichtige Impulse erhielt er auch durch die Schweizer Zeitschrift „Camera“ (damals herausgegeben vom Fotografen Allan Porter).
Vom Wiener Galeristen und Freund Johannes Faber in seiner Galerie sowie auf internationalen Messen präsentiert. Der rege Gedankenaustausch mit ihm war immer sehr fruchtbar und inspirierend.
Gefördert vom Fotografen Ernst Haas: 1985/86 Studienaufenthalt und 1987 Mitarbeiter im Ernst Haas Studio, New York, bei der Aufarbeitung des Nachlasses des im September 1986 verstorbenen Fotografen. Kennenlernen des Fotografen Todd Weinstein, Assistent von Haas, der später bei der Recherche für die Dissertation über Ernst Haas in vielerlei Hinsicht behilflich war.
Tätig als Dunkelkammer-Assistent bei Todd Watts; dabei stellte er Abzüge von Bildern von Berenice Abbott, Lynne Cohen und Suzanne Opton her. Todd Watts ist ein bekannter Künstler und „Fine Printer“, der in höchster Qualität produziert. Von ihm stammen auch die Großformatabzüge der Serie „Schönbrunn Mauer bei Nacht“ (2010).
Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien, 1990 Dissertation „Der Photograph Ernst Haas 1921–1986“ bei Hermann Fillitz, Ordinarius des Instituts für Kunstgeschichte und ehemaliger Direktor des Kunsthistorischen Museums Wien.
Auftragsarbeiten für Architekten, Museen, Kunstkataloge, u. a. Österreichische Galerie Belvedere, Leopold Museum, Hofmobiliendepot (heute Möbelmuseum Wien), Akademie der bildenden Künste Wien, Wohnungsgenossenschaft „Wien Süd“, Palais Liechtenstein, NöART – Niederösterreich Gesellschaft für Kunst und Kultur, Schönbrunn Group.
2014 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich und 2016 Goldenes Ehrenkreuz des Landes Niederösterreich.
Werke Simaks finden sich in privaten Sammlungen (in Wien, Salzburg, Berlin, München, New York, Portland/USA) wie in öffentlichen Sammlungen: Fotosammlung der Albertina; Fotosammlung des Bundes, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport; Heimatraum der Gemeinde Niederleis, Niederösterreich; Landessammlungen Niederösterreich; mumok Sammlung, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien; Österreichische Fotogalerie, Museum der Moderne, Salzburg. Sammlung der Österreichischen Postsparkasse, Wien; Sammlung der Stadt Wien.